Zuchtanlage Bernd Müller

züchtet:
Dalmatiner Rex, Farbenzwerge, Zwergenten, Indische Kämpfer, Modena

 

 

 

Bilder von der Zuchtanlage

 

Informationen  zu Rex-Kaninchen.

Geschichte: Das  Rex-Kaninchen stammt aus Frankreich; es wurde 1924 erstmals in Paris präsentiert  und kam zwei Jahre später nach Deutschland.

Gewicht  und Körperbau: Zu  den mittelgrossen Kurzhaarrassen gehörend, haben Rexe ein Höchstgewicht von  4,5 kg. Das Mindestgewicht variiert je nach Farbenschlag zwischen 2,375  kg und 2,5 kg, das Normalgewicht beträgt farbabhängig 3 kg oder 3,5 kg.  Der Körperbau ist leicht gestreckt und walzenförmig, dabei vorne und hinten  gleich breit. Hals und Nacken erscheinen nur angedeutet, der Kopf ist länglich  bei trotzdem breiter Stirn und Schnauze.

Fell  und Farbe: Die  Besonderheit des Rex-Kaninchens ist sein extrem kurzes, maulwurfartiges  Fell, das aus senkrecht stehenden, höchstens 2 cm langen Haaren besteht.  Die unterschiedlichen Farbenschläge der Rexe bilden eigene Rassen. Anerkannt  sind Chin-Rex, Blau-Rex, Gelb-Rex, Castor-Rex, Schwarz-Rex, Havanna-Rex, Weiss-Rex, Blaugrauer Rex, Feh-Rex, Lux-Rex, Loh-Rex,  Marder-Rex, Russen-Rex und Rhön-Rex, sowie Dreifarben-Schecken-Rex  und Dalmatiner-Rex (in blau, braun, havanna oder schwarz). Die Dalmatiner-farbige  Variante ist der Fellzeichnung der entsprechenden Hunderasse nachempfunden  und soll eine aufgelockerte, unregelmässige Scheckung mit mindestens fünf  Punkten pro Körperseite aufweisen.

1956 wurden die ersten Farbenzwerge in den deutschen Einheitsstandard zugelassen. Seit dieser Zeit werden von ihm die Größe und der Typ des Hermelinkaninchens verlangt. Farbenzwerge und das Hermelin besitzen in überwiegender Zahl den Zwergfaktor dw in spalterbiger Form. Die reinerbigen Tiere (DwDw) sind etwas größer, haben etwas längere Ohren und weniger gut ausgeprägte Köpfe. Anerkannt sind alle Farbschläge der anerkannten Rassen, ausgenommen: Deutsche Riesenschecken, Mecklenburger Schecken, Rheinische Schecken und Englische Schecken.

1. Gewicht
Normalgewicht über 1,1 bis 1,5 kg.
Mindestgewicht 1,0 kg, Höchstgewicht 1,50 kg.
Die Farbenzwerge sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einer allzu intensiven Verzwergung vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.
2. Körperform, Typ und Bau
Als ausgesprochene Zwergkaninchen weichen Farbenzwerge im Typ erheblich von den übrigen Rassen ab. Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit. Der Rumpf ist kurz und die Hinterpartie gut abgerundet. Die kurzen Läufe sind dem Zwergentyp angepasst. Die Blume ist klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unerscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist wie der des Rammlers von jeglichem Wammenansatz frei.
Leichte Fehler:Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler:Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und gestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.
3.Fellhaar
Das Fellhaar der Farbenzwerge unterscheidet sich in seiner Strukur von dem der anderen Rassen. Es ist kurz und dicht und fühlt sich infolge seiner feinen Struktur etwas weicher an. Die Begrannung ist fein, gleichmäßig und ohne deutlich überstehendes grobes Grannenhaar. Die Ohren sind gut behaart.
4. Kopf und Ohren
Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit (Stirnbreite beim Rammler in Augenhöhe etwa 5,5 cm, bei der Häsin ca. 5,0 cm). Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung; er ist jedoch- v.a. infolge der weniger ausgeprägten Backenbildung – insgesamt etwas feiner. Die Ohren sind, der Zwergenform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als Ideal gilt eine Ohrlänge von ca. 5,5 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,5 cm, die Höchstlänge 7 cm. Die Ohren sollen zusammenstehend, nach oben leicht v-förmig geöffnet getragen werden. Sie sollen, der Zwergenrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein.
Leichte Fehler:
Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. etwas lange Ohren über 6 cm bis zur Höchstlänge von 7 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild – in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragende Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler:
Häsinnenkopf beim Rammler; Ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin. Zu kurze Ohren unter 4,5 cm oder zu lange Ohren über 7 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder grob strukturierte Ohren.
5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Schattierung, Perlung, Zeichnung, Kopf -und Rumpfzeichnung sowie Abzeichen
Anerkannt sind nur die im Nachstehenden Bewertungsspiegel aufgeführten Farbenschläge. Die Anforderungen der Ausgangrassen sind mit Rücksicht auf das kürzere Fellhaar der Farbenzwerge sinngemäß anzuwenden.
Leichte und Schwere Fehler:
Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe
Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Zwergkaninchen.
Leichte und schwere Fehler:
Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
7. Pflegezustand
Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: Saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen, usw.
Leichte Fehler:
Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen.
Leichte Filzbildung.
Schwere Fehler:
Stark verschmutze Tiere. Starke Filzbildung

Die  Anfänge der Züchtung der Zwergente sind unbekannt, doch weis man dass sie  zunächst besonders in den Niederlanden als Lockente benutzt. Zuerst rassig  durchgezüchtet wurde sie in England.
Im Gesamteindruck ist sie sehr zwergenhaft mit einem gedrungenem Rumpf und einem  runden, dickbackigen Kopf mit kurzem Schnabel. Insgesamt ist sie eine sehr  lebhafte Ente.
Der Rumpf ist verhältnismässig kurz, gut gerundet und nicht zu klein mit einer  fast waagerechten Haltung. Der kurze und breite Rücken ist leicht gewölbt. Eine  volle und gut gerundete Brust ist gefordert. Der Bauch ist gut gewölbt, aber  ohne Wammenbildung. Im Verhältnis zum Rumpf ist der Kopf gross. Er ist gut  gerundet mit einer ziemlich hochgewölbten Stirn. Die Backen sind gut entwickelt.  Der Schnabel ist kurz und breit, zudem nicht senkend. Die Firstlinie ist  deutlich eingebogen. Dunkel sind die Augen, die fast in der Mitte des Kopfes  sind. Der Hals ist kurz und leicht gebogen mit einer vollen Kehle.  Verhältnismässig lang sind die Flügel deren Handschwingen sich über dem Bürzel  leicht kreuzen. Der Schwanz sollte möglichst kurz und geschlossen sein. Er soll  waagerecht getragen werden. Nicht hervortretend sind die Schenkel. Die Läufe  sind kurz und sind unter der Mitte des Körpers. Das Gefieder ist straff  anliegend.
Ein zu grosser, massiger oder zu kleiner, spitzer Körper ist ebenso ein grober  Fehler wie eine abfallende Haltung und zu hoher Stand. Ebenfalls nicht gestattet  sind ein zu langer Hals, ein zu schmaler, langer oder flacher Kopf und eine  flache Stirn. Auch ein langer, kielförmiger oder Senkschnabel wird hart  bestraft.
Zwergenten legen etwa 40 Eier im Jahr deren Farbe weiss bis grünlich ist. Beide  Geschlechter haben die Ringgröße 9 und wiegen ca. 0,9 kg (Erpel) bzw. ca. 0,8 kg  (Ente).

Farbenschläge
12  verschiedene Farbenschläge sind bei Zwergenten anerkannt.

Wildfarbig: Beim Erpel ist der Kopf und Hals blaugrün schillernd, am  unteren Drittel mit einem scharf umrissenen, gut abgesetzten schmalen Halsring  von weisser Farbe, vorn beginnend und den Hals zu etwa drei Viertel umschließend,  die Rückseite also offen lassend. Die Brust ist schokoladen- oder rotbraun, mit  möglichst wenigen Ausläufern in die gleichmässig silbergraue Perlfarbe der Seiten  und des Bauches. Der Rücken ist dunkel und allmählich ins schwarzgrün  übergehend. Bürzel, Unterschwanz und Locken sind schwarzgrün. Die Schwanzfedern  sind grau und seitlich sehr aufgehellt. Die Flügeldecken sind silbergrau, ins  Bräunliche übergehend. Flügelrand und -spitzen sind dunkel. Der Spiegel ist von  blaugrüner Farbe, vorn und hinten mit zuerst schwarzer, dann schmaler, weisser  Einfassung. Olivgrün mit schwarzer Bohne ist die Schnabelfarbe. Kleine  Dunkeleinlagerungen im Nasenbereich sind gestattet.
Der Kopf der Ente ist mittelbraun mit dunkler Zeichnung, mit etwas hellerem  Hals. Die Grundfarbe des Rückens, der Brust, der Seiten und Bauchgegend wird in  saftigem Goldbraun angestrebt, meist etwas heller, mit klarer, braunschwarzer  hufeisenförmiger Zeichnung, an der Brust beginnend, den Höhepunkt auf dem Rücken  und an den Flanken erreichend, gegen das Hinterteil nachlassend. Den äusseren  Federabschluss bildet ein braunes hufeisenförmiges Band. Wie beim Erpel ist der  Spiegel beiderseits mit schwarzer und weisser Einfassung. Die Schnabelfarbe ist  braungelb mit dunkelbraunem Sattelfleck und dunkler Bohne. Genau wie beim Erpel  ist die Lauffarbe orange.
Hart zu bestrafen ist eine sehr mangelhafte Spiegeleinfassung bei beiden  Geschlechtern, sowie bleifarbige oder gelbe Schnabelfarbe, viel Russ oder Rost  auf den Flügeldecken oder in der Bauch- und Seitenpartie, viel Afterweiss und ein  weisser Kehlfleck beim Erpel. Bei der Ente ist zu helle Grundfarbe, verwaschene  Zeichnung auf den Decken und am Bauch, ein zeichnungsloser Unterschwanzkeil,  eine helle Kehle und grüne Schnabelfarbe nicht gestattet. Aufgehellte Grundfarbe  des Unterkeiles ist vorerst nicht als grober Fehler zu werten.

Blau-wildfarbig: Wie Wildfarbig, jedoch Blau anstelle von Brau-schwarz  und Schwarz. Die Kopffarbe des Erpels ist schwarz-blau mit einem kleinen Stich  ins Bräunliche. Bei beiden Geschlechtern sind eine helle Schnabelbohne und  starke Farb- und Zeichnungsfehler grobe Fehler.

Silber-wildfarbig: Die Grundfarbe des Erpels ist silberrahmweiss. Brust,  Halsansatz und Schultern sind rotbraun mit silberweisser Säumung. Der Bauch ist  silber-rahmweiss. Die Flanken werden rahmweiss mit wenig Rotbraun durchsetzt  angestrebt, jede Feder ist weißgesäumt. Bürzel, Unterschwanz und Locken sind  schwarz. Der Schwanz ist gelbgrau mit hellerem Außensaum. Die Flügel sind weiß,  leicht grau gemischt, Hand- und Armschwingen sind silbergrau. Der Spiegel ist  grünglänzend mit klarer Einfassung. Klar abgegrenzter Spiegel heißt hintere  Spiegeleinfassung mit zuerst schwarzer, dann schmaler, weißer Einfassung.  Vordere Spiegeleinfassung mit schwarzen Federn, von denen jede hellgesäumt ist.  Der Kopf ist schwarz grünschillernd, mit einem nicht zu schmalen, an der  Rückseite geschlossenen Halsring. Die Schnabelfarbe ist weiden- bis graugrün,  wobei kleine Dunkeleinlagerungen im Nasenbereich gestattet sind. Läufe sind  orangefarbig.
Die Grundfarbe der Ente ist gelblich-weiß, sie muss stark vorherrschend sein.  Obere Brust, Halsansatz, Rücken und Flanken sind leicht braungestrichelt. Der  Unterrücken ist gelbgrau mit dunklen Tupfen und weißem Federsaum. Untere Brust  und Bauch sind rahmweiß. Der Bürzel ist kräftig braungefleckt. Auf den Flügeln  ist wie beim Erpel ein blauer, klar abgegrenzter Spiegel. Die Schwanzfedern sind  hellbraun gewünscht. Kopf und Oberhals bis etwa Halsmitte zeigen sich in einem  kräftigen, gleichmäßigen Braungelb, bei älteren Tieren etwas heller. Im Kopf mit  dunkler Strichelung. Die Schnabelfarbe ist dunkelgrün, die Lauffarbe  schmutzigbraun.
Bei beiden Geschlechtern sind eine gelbe Schnabelfarbe und eine zu dunkle  Grundfarbe nicht gestattet. Zudem ist beim Erpel ein brauner Kopf, ein zu  breiter, kaum ausgeprägter oder offener Halsring, mangelhafte Spiegeleinfassung  und fehlen der Säumung nicht gewünscht. Bei der Ente wird vollständiges Fehlen  der Strichelung, ein weißer Kopf und Hals, sowie ein brauner Spiegel und  mangelhafte Spiegeleinfassung hart bestraft.

Wildfarbig-gescheckt: Auf überwiegend wildfarbiger Grundfarbe kann  Weißzeichnung in jeder Gefiederpartie auftreten. Auf Ausstellungen sollen nur  einigermaßen gleichmässig gescheckte Tiere gezeigt werden. Die Schnabelfarbe beim  Erpel ist gelb-grünfleckig bis grün-gelbfleckig, bei der Ente gelb-grünfleckig  bis gelb-braunfleckig. Die Lauffarbe ist bei beiden Geschlechtern orangefarbig.
Stark unregelmässige und unsymmetrische Farbfelder und andersfarbige Federn als  der Wildfarbe oder Weiß ist nicht erlaubt.

Weiß: Die Zwergenten sind möglichst reinweiß, im Herbst ist einleichter  gelber Anflug gestattet. Die Schnabelfarbe ist hellgelb bis orangefarbig und  frei von Flecken mit einer hellen Schnabelbohne. Die Läufe sind dunkelgelb bis  orangefarbig.
Grobe Fehler sind eine fleckige Schnabelfarbe, andersfarbige Federn und ein  starker gelber Anflug.

Schwarz: Schwarz am ganzen Körper mit Grünglanz im Spiegel. Die  Schnabelfarbe des Erpels ist dunkelolivgrün mit einem dunklen Sattelfleck,  welcher sich über den gesamten Schnabelfirst erstreckt. Bei der Ente ist der  Schnabel schwarz, zur Spitze dunkelgrün bis dunkelgrau. Beide Geschlechter haben  eine schwarze Bohne. Die Lauffarbe ist so dunkel wie möglich, fast schwarz, bei  Alttieren sind orangefarbige Stellen gestattet.
Blau- oder Purpureinlagerungen sowie Weiß im Gefieder sind ebenso nicht  gestattet wie eine zu stumpfe braune Farbe, eine helle Schnabelfarbe und  aufgehellte Lauffarbe.

Blau: Bei beiden Geschlechter ein gleichmässiges, intensives Blau über den  gesamten Körper ohne einen andersfarbigen Spiegel. Beim Erpel sind Kopf- und  Halsfedern dunkler getönt. Einzelne schwarze Federn und leichte dunkle Säumung  im Mantelgefieder sind bei beiden Geschlechtern gestattet. Die Schnabelfarbe  beim Erpel ist blaugrau bis graugrün oder grauschwarz, bei der Ente graugrün bis  grauschwarz, mit einer schwarzen Bohne. Die Lauffarbe ist schwarz bis  schwarzrot, leicht aufgehellte Schwimmhäute sind gestattet.
Andersfarbige Einlagerungen, weiße Schwingen und eine helle Lauffarbe werden  hart bestraft.

Gelb: Gleichmässiges Ledergelb bzw. Braungelb beim Erpel am gesamten  Körper. Kopf und Oberhals sind schokoladenbraun. Der Unterrücken ist rotbraun  und frei von Blau. Schwingen und Schwung sind im Farbton etwas aufgehellter.  Blaueinlagerungen in Bürzel und Schwanzlocken gestattet. Der Schnabel ist  orange, wobei eine leichte Grüntönung nicht stört, mit einer dunklen  Schnabelbohne.
Die Ente ist in einem gleichmässigen Ledergelb bzw. Braungelb am gesamten Körper  gefärbt. Die Schnabelfarbe ist orangefarbig, wobei eine leichte Brauntönung  nicht stört, mit einer dunklen Schnabelbohne. Bei beiden Geschlechtern ist die  Lauffarbe orangefarbig, leichte Abweichungen sind zurzeit noch gestattet.
Grobe Fehler sind stark fleckiges Gefieder, jegliche Zeichnungsanlagen, weiße  Schwingen, gelbe Schnabel- und Lauffarbe.

Braun: Ein möglichst gleichmässiges Braun am ganzen Körper ist angestrebt.  Der Erpel ist geschlechtsbedingt an Kopf, Hals, Spiegel und Bürzelgefieder  farblich etwas dunkler. Die Schnabelfarbe ist dunkelgraubraun, die Lauffarbe ist  braun.
Stark fleckiges Gefieder und jegliche Zeichnungsanlagen sind genauso wenig  gewünscht wie weiße Schwingen und gelbe Schnabel- und Lauffarbe.

Blau-gelb: Bei Erpel Kopf und Hals bis zum Halsring taubenblau. Der weiße  Halsring kann hinten offen oder geschlossen sein. Unterhals, Brust und Schultern  sind rostbraun, jede Feder ist leicht weiß gesäumt. Unterrücken, Bürzel, Locken  und Unterschwanz sind ebenfalls taubenblau. Der Schwanz und die Handschwingen  sind mehlfarbig. Der Bauch ist bis zum Unterschwanz blass blaugrau. Ebenfalls  blass blaugrau sind die Flügel auf denen sich taubenblaue Spiegel zeigen. Die  Schnabelfarbe ist gelb mit blassgrüner Tönung, die Schnabelbohne wird hell  angestrebt, vorläufig sind dunkle allerdings noch gestattet.
Kopf, Hals und Brust sind bei der Ente erbsgelb. Ein Augenzügel wie bei der  Sachsenente ist anzustreben, nur angedeuteter oder fehlender Augenzügel gilt  vorläufig nicht als Fehler. Der Rücken zeigt sich, ebenso wie die Kehle, in  einem helleren erbsgelb, welches mit der Farbe des Augenstriches übereinstimmt.  Der Bürzel und Schwanz sind erbsgelb mit einer leichten blauen Tönung. Die  Flügeldecken sind cremefarbig mit leichter blauer Tönung und einem taubenblauen  Spiegel. Die Schnabelfarbe ist gelb mit bräunlicher Tönung. Bei beiden  Geschlechtern ist die Lauffarbe dunkelgelb.
Ein fehlender Halsring beim Erpel und braune Spiegel, sowie rostige Spiegel beim  Erpel und der Ente und zu viel weiß in der Brust bei der Ente werden hart  bestraft.

Schwarz mit Latz: Angestrebt wird ein Tiefschwarz mit grünem Glanz. Das  Untergefieder ist schwarzgrau. Am Vorderhals und Kopf zeigt sich ein weißer Latz  in harmonischer Größe mit regelmässiger Abgrenzung. Ein weißer Kehlfleck ist  weder Vorzug noch Fehler. Die Schnabelfarbe des Erpels ist dunkelweidengrün mit  größerem oder kleinerem dunklem Sattelfleck bedeckt. Bei der Ente ist die  Schnabelfarbe schwarzgrün. Die Schnabelbohne ist bei beiden Geschlechtern  schwarz. Die Lauffarbe ist sehr dunkel bis ganz schwarz, die Zehen und  Schwimmhaut mit teils etwas helleren Flecken.
Grobe Fehler sind ein bleifarbiger Schnabel, braun im Gefieder, weiße Federn im  schwarzen oder schwarze im weißen Gefieder und ein um den Hals herumgehender  oder bis zur Kehle hochgehender Latz.

Blau mit Latz: Farblich dem blauen Farbenschlag entsprechend, jedoch am  Vorderhals und dem Kropf einen weißen Latz in harmonischer Größe mit  regelmässiger Abgrenzung. Ein weißer Kehlfleck ist gestattet. Die Lauffarbe bei  beiden Geschlechtern ist schwarz bis schwarzrot, aufgehellte Zehen und  Schwimmhäute sind zulässig.
Weiße Federfelder im blauen und blaue im weißen Gefieder, ein von der Kehle bis  zum Bauch oder um den Hals herumgehender Latz, weiße Schwingen und eine helle  Lauffarbe sind nicht zulässig.

Braun mit Latz: Farblich dem braunen Farbenschlag entsprechend, jedoch am  Vorderhals und dem Kropf einen weißen Latz in harmonischer Größe mit  regelmässiger Abgrenzung. Ein weißer Kehlfleck ist gestattet. Schnabel- und  Lauffarbe wie beim braunen Farbenschlag.
Grobe Fehler sind weiße Federfelder im braunen und braune im weißen Gefieder,  sowie ein von der Kehle bis zum Bauch oder um den Hals herumgehender Latz, weiße  Schwingen und gelbe Schnabel- und Lauffarbe.

Indische Kämpfer
Namen: Indische Kämpfer, Cornish

Beschreibung: Tief- und breitstehender asilartiger Kampfhuhntyp; Hahn ca 40cm hoch. Dieser Ausstellungskämpfer stellt einen Zwischentyp dar zwischen asilartig-malaioid. Aus dieser Linie wurden in den USA und der DDR die schnellwüchsigen  Masthähnchen gezüchtet, die sogenannten „Broiler“.

Herkunft: England, USA und DDR-Deutschland. Sie entstanden durch Kombination und  Selektion der frühen Malaien und Asilimporte in den Europäischen Raum Anfang  des 20. Jahrhunderts, die ersten vorzeigbaren schon vor dem 1. Weltkrieg.

Besonderheiten: Der enorme Fleischansatz und der extrem breite Stand mit dicken Läufen. Das sehr glanzreiche knappe Gefieder im fasanenbraunen Farbenschlag

Gewicht: Hahn: 3,5kg bis 4,5kg im 2. Jahr.
Henne: 2kg bis 3,5kg im 2. Jahr.
Eigewicht: 50g

Herkunft:Aus der italienischen Ursprungsform in England zum heutigen  Typ entwickelt.
Gesamteindruck:Mittelgroß, allseits gut gerundet, breit und kurz,  Schwanz stark angezogen, freier und breiter Stand, kraftstrotzend.
Kopf:Breite, gut ansteigende Stirn, Scheitel länglich gewölbt und hoch,  ausgeprägter Hinterkopf, glatt.
Augen:Orangefarbig bis rot, bei Braunfarbigen heller; Rand schmal, der  Kopffarbe angepaßt.
Schnabel:Mittellang, kräftig; bei Weißen hell, bei Roten und Gelben  hellhornfarbig, bei den anderen der Gefiederfarbe angepasst. Warzen klein.
Hals:Mittellang, nach hinten gedrückt, voll aus dem Körper kommend,  durch den stark ausgebideten Nacken sich nach oben nur wenig verjüngend.
Brust:Breit, hervortretend, allseits gut gerundet.
Bauch:Voll befiedert, mit Brust- und Aftergefieder einen Halbkreis bildend.
Rücken:Breit in den Schultern, nach hinten etwas schmaler werdend,  kurz, bedingt durch den nach hinten gedrückten Hals fast nicht sichtbar.
Flügel:Kurz, breit, Schwingen auf dem Schwanz aufliegend.
Schwanz:In der Länge zum Körper passend, stark angezogen, im Ansatz  breit, nach hinten etwas schmaler, geschlossen.
Beine:Unter der Körpermitte, knapp mittellang, kräftig, breitgestellt; gerade, möglichst senkrecht; glatt bis leicht befiedert, Zehen nackt, Unterschenkel wenig sichtbar. Nagelfarbe ohne Bedeutung.
Gefieder:Gut entwickelt, anliegend mit kurzer, breiter Feder.
Zeichnung
Gazzi:Grundfarben weiß. Farbig sind Kopf, Latz, Flügel einschließlich Schwingen, Oberrücken, Steuerfedern, Schwanzdecke und Keil. Die Kopfzeichnung läuft von der hinteren Schädeldecke etwa fingerbreit unter den Augen bogenförmig zur Kehle. Der Latz ist gut gerundet und nicht zu kurz.
Schietti:Einfarbig bzw. mit gezeichneten Flügelschild.
Magnani vielfarbig:Grundfarbe mandelgelb, auch heller oder dunkler mit Sprenkeln in allen bei Tauben vorkommenden Farben im ganzen Gefieder – auch in Schwingen und Schwanz, möglichst gleichmäßig verteilt.
Magnani Sprenkel:1. Bei weißer Grundfarbe mit schwarzer, roter oder  gelber Sprenkelung;
2. Bei silbergrauer Grundfarbe mit schwarzer Sprenkelung – man nennt ihn deshalb auch Silbersprenkel.
Hinweis:Täubinnen sind schwächer gezeichnet als Täuber. Die Zeichnung  wird mit zunehmenden Alter dunkler.
Reihenfolge der Bewertung
Gesamteindruck – Form, Größe und Haltung des Körpers – Kopf – Hals – Stand –  Augenfarbe –  Flügelfarbe und -zeichnung – Grundfarbe und bei Gazzzi Zeichnung