Zuchtanlage Fabian Müller

züchten: Farbenzwerge, Mandarinenten, Sebright

 

 

Rassebewertung Farbenzwerge
1956 wurden die ersten Farbenzwerge in den deutschen Einheitsstandard zugelassen. Seit dieser Zeit werden von ihm die Größe und der Typ des Hermelinkaninchens verlangt. Farbenzwerge und das Hermelin besitzen in überwiegender Zahl den Zwergfaktor dw in spalterbiger Form. Die reinerbigen Tiere (DwDw) sind etwas größer, haben etwas längere Ohren und weniger gut ausgeprägte Köpfe. Anerkannt sind alle Farbschläge der anerkannten Rassen, ausgenommen: Deutsche Riesenschecken, Mecklenburger Schecken, Rheinische Schecken und Englische Schecken.

1. Gewicht

Normalgewicht über 1,1 bis 1,5 kg.
Mindestgewicht 1,0 kg, Höchstgewicht 1,50 kg.
Die Farbenzwerge sind ausgesprochene Zwergkaninchen. Um einerseits einer allzu intensiven Verzwergung vorzubeugen und andererseits den Typus eines Zwergkaninchens vollendet zu erhalten, gilt als Normalgewicht ausgewachsener Zuchttiere ein solches zwischen 1,1 und 1,35 kg.
2. Körperform, Typ und Bau
Als ausgesprochene Zwergkaninchen weichen Farbenzwerge im Typ erheblich von den übrigen Rassen ab. Die Körperform ist gedrungen, walzenförmig, vorne und hinten gleichmäßig breit. Der Rumpf ist kurz und die Hinterpartie gut abgerundet. Die kurzen Läufe sind dem Zwergentyp angepasst. Die Blume ist klein und liegt fest am Körper an. Der Körper der Häsin unerscheidet sich von dem des Rammlers kaum und ist wie der des Rammlers von jeglichem Wammenansatz frei.
Leichte Fehler:
Leichte Abweichungen vom Typ, insbesondere leicht verjüngte oder leicht gestreckte Form.
Schwere Fehler:
Insbesondere stark vom Typ abweichender schmaler und gestreckter Rumpf. Wammenansatz bei beiden Geschlechtern.
3.Fellhaar
Das Fellhaar der Farbenzwerge unterscheidet sich in seiner Strukur von dem der anderen Rassen. Es ist kurz und dicht und fühlt sich infolge seiner feinen Struktur etwas weicher an. Die Begrannung ist fein, gleichmäßig und ohne deutlich überstehendes grobes Grannenhaar. Die Ohren sind gut behaart.
4. Kopf und Ohren
Im Verhältnis zur Kleinheit des Tieres ist der Kopf groß und tritt markant in Erscheinung. Er ist kurz und kräftig, Stirn und Schnauzpartie sind breit (Stirnbreite beim Rammler in Augenhöhe etwa 5,5 cm, bei der Häsin ca. 5,0 cm). Der Kopf sitzt dicht am Rumpf. Die Augen sind groß und treten etwas hervor. Der Kopf der Häsin tritt ebenfalls markant in Erscheinung; er ist jedoch- v.a. infolge der weniger ausgeprägten Backenbildung – insgesamt etwas feiner. Die Ohren sind, der Zwergenform entsprechend, relativ kurz, sollen aber dennoch in einem harmonischen Verhältnis zur Größe des Kopfes und des Rumpfes stehen. Als Ideal gilt eine Ohrlänge von ca. 5,5 cm je nach Größenrahmen des Tieres. Die Mindestlänge beträgt 4,5 cm, die Höchstlänge 7 cm. Die Ohren sollen zusammenstehend, nach oben leicht v-förmig geöffnet getragen werden. Sie sollen, der Zwergenrasse entsprechend, kräftig und fest im Gewebe und oben schön abgerundet sein.
Leichte Fehler:
Nicht entsprechend ausgeprägte Kopfbildung. Tief liegende Augen. etwas lange Ohren über 6 cm bis zur Höchstlänge von 7 cm: Abzüge je nach Grad der Abweichung und nach Gesamterscheinungsbild – in der Regel für jeden halben Zentimeter ein Punktabzug. Etwas grob erscheinende Ohren; breit getragende Ohren; dünne, faltige oder spitze Ohren.
Schwere Fehler:
Häsinnenkopf beim Rammler; Ausgeprägter Rammlerkopf bei der Häsin. Zu kurze Ohren unter 4,5 cm oder zu lange Ohren über 7 cm. In der Haltung stark abweichende, sehr dünne oder grob strukturierte Ohren.
5. Deckfarbe und Gleichmäßigkeit, Schattierung, Perlung, Zeichnung, Kopf -und Rumpfzeichnung sowie Abzeichen
Anerkannt sind nur die im Nachstehenden Bewertungsspiegel aufgeführten Farbenschläge. Die Anforderungen der Ausgangrassen sind mit Rücksicht auf das kürzere Fellhaar der Farbenzwerge sinngemäß anzuwenden.
Leichte und Schwere Fehler:
Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
6. Farbe bzw. Zwischen- und/oder Unterfarbe
Anzuwenden sind die entsprechenden Forderungen der betreffenden Ausgangsrassen unter Berücksichtigung des folgenden Bewertungsspiegels und der besonderen Anforderungen an das Fellhaar der Zwergkaninchen.
Leichte und schwere Fehler:
Für die leichten und schweren Abweichungen der je nach Farbenschlag in dieser Position zu bewertenden Rassemerkmale gelten prinzipiell die entsprechenden Fehler der Ausgangsrassen.
7. Pflegezustand
Nur in hervorragendem Pflegezustand werden die Tiere zur Bewertung zugelassen. Es obliegt deshalb dem Züchter, seine Tiere mit Fleiß und Geschick gebührend vorzubereiten. Hierzu gehören: Saubere Läufe, Ohren und Geschlechtspartie, gut beschnittene und reinliche Krallen, usw.
Leichte Fehler:
Leichter Stallschmutz, geringfügig unsaubere Ohren oder Geschlechtsteile; lange Krallen.
Leichte Filzbildung.
Schwere Fehler:
Stark verschmutze Tiere. Starke Filzbildung

Erscheinungsbild der ausgewachsenen Mandarinenten
Die Mandarinente gehört zu den „Glanzenten“, deren Name vom metallischen Glanz ihres Gefieders stammt. Sie zählt zu den mittelgroßen Enten und erreicht eine Körperlänge von bis zu 45 cm lang. Den prächtigen, bunten Erpel erkennt man leicht an seinem grün-metallischen Schopf, dem kastanienbraunen „Backenbart“, dem großen weißen Überaugenstreifen und den auffallend großen orangefarbenen Flügelfedern, die „segelartig“ aufgestellt sind. Der Kopf wirkt verhältnismäßig groß. Die Männchen weisen keine Farbvariabilitäten auf, jedoch sind die Kopfschmuck- und Segelfedern unterschiedlich ausgebildet. Im Ruhekleid weisen die Erpel der Mandarinente viele Gemeinsamkeiten mit dem Federkleid der Weibchen auf. Bei ihnen sind jedoch Brust und Flanken klarer gelbbraun gezeichnet. Der Rücken ist etwas dunkler und der Schnabel ist matt karminrot. Mandarinenten beginnen ab Mitte Mai mit dem Gefiederwechsel ins Ruhekleid. Es erfolgt zunächst die Kleingefiedermauser. Dann werden die Steuerfedern durchgemausert und im Juli erfolgt der Abwurf der Schwingenfedern. Die Enten sind dann für etwa einen Monat flugunfähig.Der Wechsel ins Prachtkleid beginnt Ende August.
Das graubraune Weibchen ist vergleichsweise unscheinbar, hat einen weißen Augenring mit einem verlängerten Lidstrich, ein weißes Kinn und eine gefleckte Unterseite. Die Weibchen sind leicht mit den Weibchen der Brautente zu verwechseln. Die Weibchen der Mandarinente sind insgesamt kleiner und sind verglichen mit Brautentenweibchen an der Flanke gröber gefleckt und haben einen schmaleren weißen Augenring. Der Kopf ist grau und nicht grünlich. Die Armschwingen haben außerdem einen grünlichen Spiegel und weiße Spitzen. Auch beim Weibchen sind die Flankenfedern auffallend groß und rundlich. Beim Weibchen beginnt die Mauser nach dem Brutende. Die Mauser verläuft daher einen Monat nach der des Erpels.
Im Flug ist bei beiden Geschlechtern der dunkelgrüne Spiegel sichtbar. Der kleine und spitze Schwanz ist jedoch das auffallendste Merkmal, an dem fliegende Mandarinenten erkannt werden können.
Stimme
Mandarinenten sind vergleichsweise wenig ruffreudige Enten. Vom Männchen ist gelegentlich ein kurzes und ansteigendes pfruib zu hören. Er ruft es häufig mehrfach hintereinander. Auffliegende Männchen geben ein schrill pfeifendes üib von sich. Die Weibchen rufen dagegen tief glucksend und scharf käk oder kett.
Erscheinungsbild der Dunenküken und Jungenten
Die Dunenküken der Mandarinente sind an der Körperoberseite dunkelbraun und an der Körperunterseite hellbraun bis strohgelb. Die Flügelseiten sind etwas heller und kleine helle Farbpartien finden sich auch an den Rückenseiten sowie den Flanken. Die Kopfplatte und der Hals und der Nacken sind braun. Der Hals und die Gesichtsseiten dagegen gelbbraun. Die Brust ist rahmgelb und in geringem Umfang weisen die Küken der Mandarinente auch im Flügelbereich rahmgelbe Flecken auf. Vom Auge ausgehend verläuft ein dunkler Zügel zum Nacken sowie ein weiterer, hellerer, der aber weniger auffällig ist, parallel darunter.
Bei frisch geschlüpften Dunenküken ist der Schnabel dunkel braungrau mit einem rotbraunen Nagel. Die Beine sind vorne dunkelgrau und olivgrau an den Seiten. Die Schwimmhäute sind dunkelgrau. Mit zunehmenden Alter färbt sich der Schnabel zunächst so um, dass er an der Schnabelbasis und entlang der Schnabelränder fleischfarben ist. Bei ausgewachsenen Mandarinenten ist er schließlich vollständig fleischfarben. Die Beine färben sich mit zunehmend Alter in ein olivgelb um. Die Schwimmhäute bleiben dunkel. Junge, noch nicht ausgewachsene Mandarinentenerpel haben ein rotbraun geschupptes Gefieder. Der Schnabel ist rötlich. Bei weiblichen Jungvögeln ist dagegen das Brustgefieder graubraun und weist eine senkrechte Strichelung auf.
Verbreitung und Bestand
Die ursprüngliche Heimat der Mandarinenten sind Nordostchina und das Amurgebiet, wo es noch etwa 1.000 Paare gibt, sowie Japan mit etwa 5.000 Paaren. Dort ist sie jedoch stark bedroht. Der Bestandsrückgang ist vorwiegend auf eine Zerstörung ihrer Lebensräume zurückzuführen.
Inzwischen findet man sie fast überall auf der Welt in Parks und Zierteichen, zum Teil auch als Gefangenschaftsflüchtling oder Neozoon, beispielsweise in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in den Niederlande und in Südengland. Die in England lebenden Tiere werden heute als eigene Population gewertet, da sie sich seit längerer Zeit selbständig reproduziert. In West- und Mitteleuropa bilden sich durch Gefangenschaftsflüchtlinge kurzzeitige Ansiedelungen. Diese Populationen erlöschen allerdings meist nach kurzer Zeit. Dies ist auch bei den mindestens zwei Einbürgerungsversuchen in Deutschland der Fall gewesen. Der Ornithologe Heinroth siedelt in Berlin nach 1900 Mandarinenten an, die sich bis mindestens 1920 vermehrten. Ein zweiter Ansiedelungserfolg erfolgte nach 1975 in Brandenburg. Dort vermehrten sie sich bis mindestens 1990. Allerdings waren diese Mandarinenten einem hohen Feinddruck durch Marder ausgesetzt, so dass diese Einbürgerung letztlich erfolglos verlief. Der europäische wildlebende Bestand scheint mit geschätzten 7.000 Brutpaaren mittlerweile den asiatischen zu übertreffen.
Insgesamt gibt es laut IUCN etwa 65.000 Mandarinenten. Der Gesamtbestand gilt als ungefährdet.
Lebensweise
Der bevorzugte Lebensraum der Mandarinente sind waldumstandene Binnengewässer. Mandarinenten bevorzugen oligotrophe Seen und Teiche. Sie siedeln außerdem an den Mittel- und Unterläufen zahlreicher Flüsse der Laubwaldtaiga. Die Mandarinente brütet in Baumhöhlen, die bis zu neun Metern über dem Erdboden liegen. In ihrer natürlichen Umgebung ist sie sehr scheu und hält sich vorwiegend in der dichten Ufervegetation von Flüssen und Seen versteckt. Dabei fliegt sie sehr geschickt durch die Zweige hindurch und klettert mit ihren spitzen Krallen im Geäst der Bäume herum.
Mandarinenten sind sehr kälteunempfindlich. Da sie überdies eine sehr große Ortstreue besitzen, können sie in Mitteleuropa freilebend gehalten werden. Sie suchen ihre Nahrung überwiegend auf dem Land, wobei sie auch große Samen wie Eicheln und Bucheckern unzerkaut verschlucken.
Fortpflanzung
Die Paarbildung unter den Mandarinenten beginnt bereits mit Einbruch des Winters. Viele Paare bleiben mehrere Jahre hinweg miteinander zusammen. Die Mandarinente legt in ihrer Baumhöhle 6 bis 10 weiße Eier, die 5 cm groß sind, und brütet diese in etwa 31 Tagen aus. Es brütet allein das Weibchen. Dank ihrer spitzen Krällchen und langen Schwanzfedern zum Abstützen können sich bereits die Küken genauso sicher in den Zweigen bewegen wie ihre Eltern. Die Jungen sind außerdem in der Lage, sich sehr früh selbständig zu ernähren. Sie werden jedoch gewöhnlich in den ersten Nächten von dem weiblichen Elternvogel gewärmt. Junge Mandarinenten sind mit etwa 40 bis 45 Tagen flugfähig. Sie verlassen dann das elterliche Brutrevier und bilden Schwärme, die sich an geeigneten Gewässern niederlassen. Fortpflanzungsfähig sind sie bereits in ihrem zweiten Lebensjahr.
Mandarinente und Mensch
In China gilt die Mandarinente als Symbol für eheliche Treue, wegen ihrer ausgeprägt monogamen Lebensweise, da die Enten ihren Partner erst nach einem Jahr wechseln. In der Qing-Dynastie war sie überdies Abzeichen der Zivilbeamten des 7. Ranges. Bejagt wurde diese Entenart verhältnismäßig selten. Ihr Fleisch gilt als wenig wohlschmeckend.
In Europa wurde die Mandarinente wegen ihrer auffallenden Färbung bereits 1745 eingeführt. Die Erstzucht gelang 1834

Einleitung
Sebright’s gehören zu der Untergruppe der Zwerghühner. Während die meisten Zwerghühner lediglich kleinere Varianten von größeren Rassen sind, handelt es sich bei den Sebrights um „echte“ Zwerge. Der Reiz dieser Hühner liegt gerade in der Größe und dem sozialen Verhalten. Ihre Keckheit, ihre Neugierde und ihr Mut sind für den außenstehenden Betrachter oft erheiternd und unerwartet. Obwohl diese Rasse kaum wirtschaftlichen Nutzen hat, siehe Körper- und Eiergröße, halten viele diese kleinen geselligen Tiere.
Geschichtliches
Die Sebright-Hühner sind eine um 1800 von Sir John Sebright in England gezüchtete Zwerghuhnrasse. Leider kennt man nicht alle zu den Ahnen des Sebright zählenden Rassen.
Körpermerkmale
Die Rasse zeichnet sich durch eine kurze, breite und abgerundete Form aus und ist mittelhoch (ca. 20 – 30 cm) im Stand. Hahn und Henne haben die gleiche Körperform, mit Ausnahme des Hahns, der etwas kräftiger gebaut ist. Dem Züchter kam es darauf an, hennenfiedrige Tiere zu erhalten, d.h. den Hähnen sollten die geschlechtsspezifischen Schmuckfedern fehlen. Infolgedessen sind die Federn der Hähne am ganzen Körper schön gesäumt, tiefschwarz mit reichlich Grünglanz. Beim Federkleid unterscheidet man bei dieser Rasse 2 grundsätzliche Färbungen. Einmal ein silbernes Federkleid und das goldene Federkleid. In Holland ist der zitronenfarbene Sebright anerkannt.
Legeleistung
Sebright-Hühner legen bis zu 80 Eier im Jahr, die Eier sind im Durchschnitt 25 bis 30 g schwer. Sebrights sind besonders anfällig für die „Mareksche Lähme“. Diese Krankheit lässt sich nicht behandeln und führt unweigerlich zum Tod. Sie bricht meistens bei erwachsenen Hennen aus, die ihre ersten Eier legen. Einziger Schutz ist eine vorbeugende Impfung der Küken. Man sollte sich beim Kauf der Tiere erkundigen, ob sie geimpft sind.